Windows 10 und Office-Support-Ende – Was jetzt auf Unternehmen zukommt
Ab Oktober 2025 endet der Support für Windows 10 und Office 2016/2019. Was bedeutet das konkret für KMU – und warum sollten Sie jetzt aktiv werden?
Am 14. Oktober 2025 stellt Microsoft den Support für Windows 10 sowie die Office-Versionen 2016 und 2019 endgültig ein. Was bedeutet das?
Für viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland: kein technischer Support, keine Sicherheitsupdates, keine Fehlerbehebungen – und damit ein wachsendes Risiko für Betrieb, Sicherheit und Produktivität.
Laut aktuellen Studien arbeiten rund 70 % der KMU noch mit diesen Versionen. Das bedeutet: Die Mehrheit der Unternehmen steht vor einer notwendigen Systemumstellung – und einer zunehmenden Dringlichkeit zu handeln.
Was bedeutet das Support-Ende konkret?
- Sicherheitsrisiken nehmen massiv zu: Ohne Updates bleiben bekannte Schwachstellen dauerhaft offen. Cyberkriminelle konzentrieren sich gezielt auf Systeme ohne aktiven Schutz.
- Rechtliche Risiken & DSGVO-Verstöße: Veraltete Software kann zu Datenschutzverletzungen und Bußgeldern führen.
- Abnehmende Kompatibilität: Neue Programme und Geräte funktionieren zunehmend nicht mehr mit Windows 10 oder älteren Office-Versionen.
- Keine Support-Verlängerung bei Office: Für Office 2016/2019 gibt es keine kostenpflichtige Supportoption – das macht die Situation kritisch.
- Kostenfallen durch späte Reaktion: Wer zu lange wartet, muss häufig auf Notlösungen zurückgreifen – mit entsprechendem Aufwand.
Warum jetzt handeln?
Weil es nicht nur um Technik geht – sondern um Planungssicherheit.
- Bestandsaufnahme der vorhandenen Systeme
- Prüfung der Hardware-Kompatibilität (z. B. für Windows 11)
- Vorbereitung der Datenmigration
- Schulungen, Testphasen und technische Umsetzung mit Pufferzeit
Hinweis: Die IT-Branche steuert auf eine Migrationswelle zu. Wer zu spät handelt, riskiert Verfügbarkeitsprobleme bei IT-Dienstleistern.
Was müssen KMU jetzt tun?
1. Bestandsaufnahme und Planung
- Prüfen, welche Geräte und Arbeitsplätze noch mit Windows 10 und/oder Office 2016/2019 laufen.
- Überprüfen, ob die vorhandene Hardware mit Windows 11 kompatibel ist. Viele ältere PCs erfüllen die Anforderungen nicht und müssten ersetzt werden.
- Analysieren, welche branchenspezifische Software und Makros weiterhin funktionieren und ob Anpassungen notwendig sind.
2. Migrationsstrategie entwickeln
- Frühzeitig einen Migrationsplan aufstellen, um den Wechsel strukturiert und mit möglichst wenig Störungen durchzuführen.
- Testphasen einplanen, um Kompatibilitätsprobleme mit Unternehmenssoftware und Datenmigration rechtzeitig zu erkennen und zu beheben.
- Schrittweise Einführung neuer Systeme, um Ausfallzeiten zu minimieren.
3. Auswahl der neuen Software
- Umstieg auf Windows 11, sofern die Hardware kompatibel ist. Für nicht kompatible Geräte ist eine Neuanschaffung erforderlich.
- Bei Office-Produkten stehen folgende Optionen zur Verfügung:
- Wechsel zu Microsoft 365 (Cloud-Lösung, Abo-Modell)
- Umstieg auf Office 2021 oder Office 2024 (On-Premises, Einmalkauf)
- Alternativen zu Microsoft-Produkten prüfen, falls gewünscht.
4. Mitarbeiterschulung und IT-Support
- Schulungen für Mitarbeitende einplanen, um Produktivitätsverluste durch die neue Software zu minimieren.
- Bei komplexen Migrationen externe IT-Dienstleister oder Microsoft-Support einbinden.
5. Risikomanagement und Übergangslösungen
- Microsoft bietet für Windows 10 das kostenpflichtige „Extended Security Update Program“ (ESU) an. Damit können Unternehmen den Support um maximal drei Jahre verlängern. Die Kosten steigen jährlich und können bis zu 420 Dollar pro Gerät für drei Jahre betragen. Diese Lösung ist vor allem als Übergang für Unternehmen mit komplexer IT-Landschaft gedacht, nicht als Dauerlösung.
- Für Office 2016/2019 gibt es keine vergleichbare Supportverlängerung. Nach dem Stichtag besteht ein erhebliches Sicherheitsrisiko.
TOP 1 - FAQ
Können wir mit der Umstellung auf Microsoft 365 unsere Produktivität steigern – und wie gelingt uns das?
Kurz gesagt: Ja – wenn die Umstellung gut vorbereitet ist.
Microsoft 365 kann die Produktivität steigern durch:
- Optimierte Zusammenarbeit mit Teams, SharePoint und OneDrive
- Mobilen Zugriff auf Daten und Programme
- Regelmäßige Updates und neue Funktionen
- Automatisierung mit Power Automate & Co.
ABER: Die Technologie allein genügt nicht.
Entscheidend sind:
- Eine strukturierte Planung
- Einbindung der Mitarbeitenden
- Gezielte Schulungen
- Technische Begleitung durch Experten
Hier erfahren Sie, welche Umstiegsoptionen es gibt – und wie Microsoft 365 konkret helfen kann.
Fazit
Der Countdown läuft. Das Support-Ende für Windows 10 und Office 2016/2019 ist keine entfernte Zukunft, sondern ein konkreter Handlungsimpuls.
Unternehmen, die jetzt aktiv werden, sichern sich:
- einen stressfreien Wechsel
- volle Kontrolle über Kosten & Zeitrahmen
- die Chance, ihre IT nachhaltig zu modernisieren
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